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Donau und Rhein – zwei europäische Entwicklungsgebiete?

Arbeitskreis Donaustrategie der Europa-Union tagt in Baden-Baden

Fotos: Diskussionsrunde nach dem Impulsvortrag

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Projekt grenzüberschreitender regionaler Presseagenturen Vorbild für weitere europäische Zusammenarbeit

Baden-Baden, den 15.3.2011

Auf Vorschlag des Kreisvorsitzenden Werner Henn trafen sich im Media- + IT-Center der Vorstand des Arbeitskreises Donaustrategie der Europa-Union, der Kreisverband Baden-Baden Rastatt und die Geschäftsführung der Firmengruppe rund um die IT + Media GmbH zu einer öffentlichen Veranstaltung mit dem Thema: „Warum wir grenzüberschreitende europäische Presseagenturen brauchen“.

Anlaß war eine 2008 gestartete Initiative des elsässischen Medienschaffenden Marc Uhlrich und des Baden-Badener Medienunternehmers Dr. Marduk Buscher, die grenzüberschreitende Verständigung durch eine Forcierung der Berichterstattung voranzubringen.
Von einem „Wirtschaftskrieg“ hat dagegen vor einiger Zeit ein Vertreter des Baden-Badener Einzelhandels gesprochen. Er meinte damit das konkurrierende Nebeneinander des geplanten Outletcenters in Roppenheim und des Baden-Badener Einzelhandels.
Gleichzeitig gibt es im Elsaß ewig Gestrige, die von einem Anaschluß des Elsaß an Deutschland träumen.

Beide Positionen sind alles andere als dem gedeihlichen Miteinander in der grenzüberschreitenden Europa-Region zuträglich!
Was ist das für ein Bild von der Wirklichkeit in den Köpfen der Krieger und Separatisten? und wer prägt dieses Bild?

Diese Fragen waren der Ausgangspunkt der Initiative, welche die Gründung einer grenzüber-schreitenden Presseagentur in der Region vorsieht. Durch sie sollen die bestehenden Medien mit umfassenderen Informationen über die jeweiligen Nachbarn jenseits des Rheins versorgt werden , wodurch die bestehenden Vorurteile abgebaut werden können. Svenja Wittpoth, die 2009 zu dem Team hinzustieß, hat seitdem hierzu ihre Master-Thesis als Universitätsabschluß geschrieben und kam zu einer die Gründung empfehlenden Position, – die Politik hat die Initiative bisher zwar gutgeheißen, aber nicht konkret unterstützt.

Dafür haben sich die Tageszeitungen pikiert gezeigt, weil sie den Gründungsvorschlag fälschlicher-weise als Konkurrenz zu ihrer Arbeit verstanden. Dies hatte immerhin den Erfolg, daß sie sich rheinüberschreitend zusammenschlossen und in mehrseitigen Beilegern zu ihren Publikationen Besserung gelobten, was eine Forcierung der grenzüberschreitenden Berichterstattung meint.

Nun steht die oberrheinische Grenzregion mit diesen Problemen in der Europäischen Union nicht allein da. Es gibt viele Grenzgebiete, welche noch unter der Fortexistenz von Feindbildern und Vorurteilen leiden, welche geschichtlich gewachsen sind. Zum Beispiel trifft dies für die Donau-Grenzgebiete zwischen Österreich, der Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Rumänien und Bulgarien zu.

Bettina Kümmerle und Iuliana Enache, die extra aus Ulm und Stuttgart angereist waren, sowie etwa 20 Mitglieder der Europa-Union, des Presseclubs und der interessierten Öffentlichkeit diskutierten während der Veranstaltung angeregt die Möglichkeit und Chancen regionaler grenzüberschreitender Zusammenarbeit im Sinne einer besseren Völkerverständigung durch eine gezieltere Informationspolitik am Beispiel der geplanten Presseagenturen. Obwohl allen Teilnehmern bewusst wurde, wie schwierig sich ein solches Unterfangen gestalten würde, war man sich einig, das Ziel weiter zu verfolgen und sich für ein Pilotprojekt einzusetzen.


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